Lapidare Absage des Gestaltungswettbewerbs zum Fachmarktzentrum

Leider kann man immer wieder den Eindruck bekommen, dass die Verantwortlichen der Stadt Zittau alle Faktoren, die auf ihre Pläne zum Projekt Fachmarktzentrum Einfluss nehmen könnten, nur allzu gern beiseite schieben und als unwichtig bzw. nicht machbar abtuen. Man kann nur immer wieder sagen: ein Projekt dieser Größenordnung und Tragweite rechtfertigt einiges an Aufwand und Mühen, welche auch unternommen werden müssen um architektonisch Qualität und Nachhaltigkeit für unsere Stadt zu sichern.
 
Ein Gestaltungswettbewerb ist nach wie vor wichtig und aus unserer Sicht unumgänglich! Wir bedauern die Absage der Stadt außerordentlich und bitten die Entscheidung erneut gewissenhaft zu überdenken. Der Wettbewerb sollte stattfinden um das Bauvorhaben aus einem objektiven, unbelasteten Blickwinkel eines Außenstehenden zu betrachten. Die dabei entstehenden Ergebnisse liefern Ideen, die eine gestalterische Qualität hervorbringen, wie es unter den finanziellen Zwängen eines Investors nicht möglich wäre. Diesen Wettbewerb mit Verweis auf den Gestaltungsbeirat komplett zu streichen ist vollkommen unlogisch. Der Beirat soll und kann, schon auf Grund seiner Zusammensetzung, nicht das leisten, was ein Gestaltungswettbewerb bringt. Dazu kommt, dass der Gestaltungsbeirat sehr eng an die Stadtverwaltung gebunden und in seinem Spielraum stark eingeschränkt ist.
 
Was gebraucht wird ist ein Blick von außen, der Rahmenbedingungen und daraus resultierende Lösungen objektiv betrachten kann. Diese Möglichkeit wurde beispielsweise in Görlitz kürzlich geschaffen, indem beschlossen wurde einen Gestaltungsbeirat, wie ihn der Bund Deutscher Architekten vorschlägt, aus qualifizierten, externen Fachleuten ins Leben zu rufen. Diese Gestaltungsbeiräte, die mit Architekten und Stadtplanern besetzt werden, die nicht in irgendeinem Verhältnis zur jeweiligen Stadt stehen, besetzt sind gibt es in vielen Städten Deutschlands. Sie sind in der Lage über Projekte mit dem nötigen Abstand zu diskutieren. In Zittau wurde diese Variante mit Hinweis auf die geltende Gemeindeordnung abgelehnt. Diese gilt jedoch in Görlitz genauso. Hier sind wir wieder am Ausgangspunkt des Beitrags. Wo ein Wille ist...
 
Absichtsbekundung der Stadtverwaltung Zittau am 12.1.12:
 
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Absage am 5.4.12:                                   Stellungnahme des Stadtforums am 10.4.12:
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Abriss auf der Zeichenstraße geht weiter

altDas Verschwinden des Hauses auf der Zeichenstraße ist nicht aufzuhalten. In kürzester Zeit wird es aus dem Weg geräumt sein und Platz machen, für eine sicherlich attraktive Grünfläche oder einen Parkplatz. Getreu dem Motto des Zeitzer Bürgermeisters: "Mut zur Lücke". Über den außerordentlich fraglichen Umgang (oder besser Vermeidung des Umgangs durch Abriss) in der Stadt Zeitz gab es kürzlich einen interessanten Bericht des Kulturmagazins "artour" des MDR. Soviel Mut wird wohl in diesem Fall nicht belohnt und verfehlte Denkmal- und Tourismusstrategie sollte keinesfalls zum Nachmachen animieren.

Quelle: Kulturmagazin "artour" des MDR   

Fragenkatalog an Investor übergeben

Das Stadtforum Zittau wird sich auch weiterhin aktiv am Center-Planungsprozess beteiligen. Aus diesem Grund hat das Stadtforum auch den Termin der Bürgerfragestunde am 29.02.2012 wahrgenommen, um sich im Technischen Rathaus über den derzeitigen Planungsstand zu informieren und hat Kontakt zum Planer und dem Vertreter des Investors aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Investor, sowie, im Nachgang, der Stadt Zittau ein umfassender Fragenkatalog zum geplanten Centerbau übergeben. Neben weiteren Fragen wird beispielsweise die Frage der Versorgungsdichte aufgeworfen, hier will das Stadtforum erfahren, ob tatsächlich noch Bedarf an zusätzlichen Verkaufsflächen besteht. Ebenso soll der Investor Stellung zur Frage nehmen, für welchen Anteil der geplanten Mietflächen bereits Mietvorverträge existieren. Das Stadtforum wird nach Eingang der Antworten die Öffentlichkeit entsprechend informieren.

Der Fragenkatalog kann HIER eingesehen werden.

Pfusch am Center in Meissen?

Eigentlich kann es nicht anders zu erwarten sein, als in folgenden Beiträgen dargestellt. Dennoch sollte so etwas als Warnung an die Verantwortlichen in Zittau dienen, bereits im Vorfeld die Ausführung und deren Details im Auge zu haben.

Zu den Videos bitte jeweiliges Bild anklicken!  Quelle Texte, Fotos und Filme: tvM Meissen Fernsehen

 

altPfusch am Bau 

Die Ratsmitglieder kamen mit langen Gesichtern von der Baustellenbesichtigung zurück. Am eigentlich erwarteten Schmuckstück Neumarktarkaden waren schon auf den ersten Blick deutliche Mängel aufgefallen.

 

 

 

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Gebaut wie geplant?

Keramik kaum sichtbar, Treppen zu steil, Dach fehlt....
 
Am 8. März werden die Neumarktarkaden ihre Tore öffnen. Im Fachmarktzentrum, das die Meißner immer noch Neumarktcenter nennen, gehen dann die letzten Märkte an den Start. C&A sowie der Drogeriemarkt DM sind neu für Meißen. Die anderen: AWG, Takko, Medimax, Deichmann und Rewe sind nur innerhalb der Stadt umgezogen. Um das Fachmarktzentrum hatte es viele kontroverse Diskussionen gegeben. Besonders die architektonische Gestaltung des Baus war in der Kritik. Am Ende setzte der Bauherr seine Billiglösung durch. In einem Vertrag regelten die Stadträte minimale Forderungen. Ob diese eingehalten wurden, soll nun kontrolliert werden. Am Mittwochnachmittag will der Meißener Bauausschuss das fast fertige Neumarktcenter inspizieren. Gravierendster Mangel dürfte das Fehlen des geplanten Glasdachses zwischen den Gebäudeteilen sein. Darauf hatten die Stadträte strikt bestanden. Gebaut wurde die Passage aber ohne Dach. Inwieweit die morgige Inspektion noch Änderungen bewirken kann, bleibt ungewiss. Die Begehung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
 
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In der Falle!

Wer ins Neumarktcenter einfährt, der zahlt nun auch Parkgebühren.

Noch ist es nicht ganz fertig, das Parkdeck des Neumarktcenters. Doch seit Montag sind die gelben Schranken an Ein- und Ausfahrt aktiv. Wer mit dem Auto die Schräge erklommen hat, der muss zahlen. Zurück geht nicht und vorwärts nur, wenn man die Parkgebühren akzeptiert. Ursprünglich hatte der Stadtrat auf eine Lösung gedrungen, die zumindest eine Stunde kostenfreies Parken ermöglicht. In anderen Städten kostet das Parken am Einkaufscenter schließlich auch nichts. Doch in Meißen ist das anders. Hier wird kassiert. Einen ernst zu nehmender Hinweis vor Einfahrt gibt es nicht. Stattdessen wurde heute ein kleines Täfelchen mit den Geschäftsbedingungen angebracht. Die frisch eingezogenen Märkte versuchen, den Unmut der Kunden durch Gutscheine für den Parkautomaten zu mildern. Allerdings geht dies nur bei erfolgreichem Geschäft. Bei Medimax gibt es den Gutschein ab einem Einkauf von 10 Euro. Wer nur mal schauen möchte, der parkt am besten auf dem städtischen Parkplatz. Hier schlägt die halbe Stunde nur mit 25 Cent zu Buche.
 
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Mietvertrag? Mit uns nicht!

C&A dementiert Vertragsverhandlungen fürs Meißner Neumarktcenter

Der Investor für die Erbauung des Fachmarktcenters am Neumarkt in Meißen hatte am vergangenen Mittwoch die Mieter mit unterschriebenen Mietverträgen vorgetragen. Stadträte und anwesende Bürger der Stadt Meißen wurden unter anderem über einen abgeschlossenen Mietvertrag mit dem Unternehmen C & A informiert. C & A wird als so unverzichtbarer Ankermieter für den Erfolg des Neumarktcenters ins Feld geführt. Auf unsere Nachfrage teilt das Unternehmen C & A über Pressesprecherin Martina Schenk folgendes mit: „Bei C & A gibt es derzeit keinerlei Aktivitäten zur Expansion in die Stadt Meißen. Es gibt keinen Mietvertrag.“ Die Stadträte können gespannt sein, wie AVW sich zum Thema C & A Mietvertrag in den nächsten Tagen positionieren wird.
 
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Wenn Hobbyarchitekten planen...

Geheime Ergebnisse der Planungswerkstätten zum Neumarkt zum Beschluss erhoben

Vier mal hatten sich interessierte Meißner Stadträte in einer so genannten Planungswerkstatt zusammengefunden. Ziel war die Einflussnahme auf die Gestaltung der Pläne zum Neumarktcenter. Die Zusammenkünfte fanden generell unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Mittwochabend sollten die Ergebnisse der geheimen Beratungen per Beschluss des Bauausschusses festgeschrieben werden. Erst das Eingreifen des Oberbürgermeisters führte dazu, dass die Pläne öffentlich gezeigt wurden. Den Ausschussmitgliedern war die Verwunderung über die architektonischen Lösungen anzusehen. Inhalt der Vorschläge ist unter anderem die Bebauung der Ecke Hahnemannsplatz / Neumarkt. Hier fällt besonders die markante Werbeanlage mit dem Schriftzug „Neumarkt-Center“ ins Auge. Ansonsten legten sich die Stadträte auf bogenförmige Arkaden und Leitergerüste mit Keramikstangen fest. Farbe und Material müssen noch gesondert bemustert werden. Nicht nur der Oberbürgermeister schien noch Probleme mit der künftigen Architektur des Neumarktes zu haben. Da die Lösungen aber in den Planungswerkstätten auf ungeteiltes Wohlwollen gestoßen waren, gab es nun einen Mehrheitsbeschluss für die Pläne. Lediglich Stadtrat Helge Landmann von den Freien Bürgern zeigte seine Unzufriedenheit mit den Entwürfen auch durch sein Abstimmverhalten. 
 
 

Centerentwurf aufgetaucht - so nicht!

In der letzten Woche ist ein, offenbar alter, Entwurf des geplanten Neustadtcenters im Internet aufgetaucht. Obwohl der Planer des Investors, Herr Desch, beteuert, dass es sich um einen frühen, überholten Entwurf handelt ist es trotzdem erschreckend zu sehen, was sich der Investor vorstellen kann, in der Zittauer Innenstadt zu bauen. Keine Spur von Erhaltung der vorhanden Baudenkmale, keine Kleinteiligkeit, keine Anpassung an die angrenzenden Gebäude. Statt dessen fade Architektur von der Stange, ohne großen Gestaltungsanspruch und selbst für einen Industriebau noch erschreckend gesichtslos. So darf es nicht kommen!

altDie Assoziation an Industriearchitektur liegt beim Betrachten nahe, jedoch selbst diese hat in Zittau ein höheres architektonische Niveau, wie z.B. das ehemalige TGZ in der Äußeren Oybiner Straße zeigt, das in Sachen Gestaltung durchaus Parallelen aufweist.

 

                                                                                       Foto: ehem. TGZ, Äußere Oybiner Str., Zittau

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Quelle: Sächsische Zeitung vom 28.2.12